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S P A L T E R G E I S T E R
Die Welt im Rausch des Separatismus

Gerhard Krause, 2018, PDF

„Mia san mia" - Uraltausdruck bayerischen Selbstbewusstseins, ist praktisch die Übersetzung des Spitzenrufs des amerikanischen Albtraumpräsidenten Trump "America first!" allerdings mit der wohlgefälligen Zweitaussage: "Wir sind halt wie wir sind - nehmt uns so oder lasst es".

Was läuft da, auf globaler politischer Bühne? Präsidiales Denken rückt immer öfter von Bündnissen ab, um über wirtschaftliche Interessen den Binnenmarkt zu mästen. Separatismus pur in allen Himmelsrichtungen und Nation für Nation lässt sich vom egozentrischen Fieber anstecken. Gigantische Staaten entwinden sich mühsam aufgebauten Händeketten kooperativen Handelns, und Weltmächte wie die USA benehmen sich wie kleinliche Kioskbesitzer und pfeifen auf Proteste und Buhrufe. "Yes, we can!" jubeln da Geister, die sinnvolle Bündnisse mit positiver Kraftentfaltung verabscheuen. Auch wenn Staaten in ihrer neugefundenen Selbstbedienung ihre Egozentrik an Mitmenschen auslassen, die um Einlass bitten - Ost- wie Weststaaten gehören dazu und beschädigen das Etikett der Humanität, scheint sich der Spaltungsprozess nicht aufhalten zu lassen. Wir leben in einer Zeit, wo Ethik und gut-Herz, wo menschliche Geschwisterschaft, Redlichkeit und Respekt mancherseits wie rostige Nägel bewertet werden! Politische Speerspitzen benehmen sich wie Desperados, lassen sich permanent auf politische Waghalsigkeiten ein und befeuern heiße Themen, als hätte die Welt noch eine zweite im Kofferraum. Tollkühnheit entschlüpft der Verstandeslosigkeit und das nur, um sich ins rechte Dunkellicht zu rücken?!

Da könnte man unruhig werden, denn Individualdenken ist in unserer Ära groß im Rennen,und mausert sich manche perfide Weltanschauung zum gefährlichen Diktat! Vertrauen wird gekippt, Not zwar bedauert aber übergangen, verbindliche Absprachen füllen den Papierkorb und

Gemeinschaftsziele: in Frage gestellt. Menschliche Bruderschaft wird von manchem nationalen Ich aufgelöst. An allen Ecken und Enden riecht es nach, Brexit und der Welthandel verschwindet im Inseldasein.

Als Gott unsere Erde erschuf, platzierte er sie in den unvorstellbar gewaltigen Lebensraum kosmischer Natur. Wir sind wie ein winziger Punkt in den Universen, die es geben dürfte. Und doch gab Er uns einen Gemeinschaftsgeist zur Seite, damit die Hege und Pflege all dessen was Beistand benötigt, Erfüllung finden kann. Die mitgegebenen Ressourcen reichen längst, um eine zufriedenstellende Versorgung und Lebensqualität der Menschheit zu sichern. Doch Gier, Mißgunst und Kaltherzigkeit sind fürchterliche Verführer, denn sie raffen und verweigern!

Meinen Kindern brachte ich bei: "Hilfst du anderen, hilfst du dir selbst an meisten!"

Jetzt wird die Welt nach fast authentischen Konzeptionen und "Erfolgsrezepten" gemanagt und es scheint unbedeutend, ob die Macher christlich, nichtchristlich, heidnisch, politisch rechts, links oder schaukelhaftig stehen, Hauptsache das Bruttosozialprodukt stimmt und die Börse brummt. Man setzt auf Egoismen in der Angst, das langzeitige Überleben stünde in Gefahr und vergißt, wer das Leben - im Einzelnen wie im Ganzen -überhaupt gespendet hat. Gott, die Allmacht, findet keinen Platz mehr im Wahnsinn individualistischer Selbstüberschätzung.


Doch auch der Höchste hat Seine Synergien und setzt sie ein um das, was der Mensch zu versaubeuteln imstande ist, wieder auszubügel. Denn Gott ist ein Gott der Liebe!

Wer auch immer meinen sollte, ein Miteinander und Teilen würde den eigenen Anteil vom Ganzen schmälern, irrt! Gemeinsamkeit lässt sich nicht mathematisch aufdröseln. Das käme der Ansicht gleich, ein Familienzuwachs wäre nachteilig und katastrophal für die restliche Familie. 

Schon zu Zeiten, als ost- und westverpflichtete Regierungschefs Arm in Arm durch abhörsichere Parks schlenderten, versuchte einer stärker als der oder die andere zu wirken. Zweckfreundschaften geben keinen Grad Wärme ab.

Als seine Jünger darüber diskutierten, wer von ihnen wohl der Größte sei, wurden sie von Jesus belehrt, und seine Worte haben bis heute nichts an Gültigkeit verloren: "Denn wer in seinen Augen der Geringste von euch allen ist - der ist wahrhaftig groß."

Wenn in christlich geprägten Ländern Kreuze zum Anlaß genommen werden sich daran zu stoßen und Kirchen - mit Kreuzen und Hähnen auf den Turmdächern ihrer Kirchengebäude- dazu nicht einmal maulen, dürfen wir uns über den Verlust ethischer Werte und den Ausschluss dessen, der aus Seiner Weisheit und Geduld staatsführende Größen duldet, nicht wundern.

In der Bündelung liegt die Kraft. Lasst uns also gegen den globalen Zustand anbeten und die Natürlichkeit erbitten, Gott wieder die Ehre zu geben - jeder wie er es gelernt hat und vermag. Wenn sich einzelne Organe nur noch auf sich besinnen und die abgestimmte Funktionalität des ganzen »Körpers dadurch gefährdet ist, stirbt alles.

Die Gefechtsstände der Spaltergeister liegen in verborgenen Dunkelfeldern. Nichts ist ihnen verhasster als ein Miteinander im Guten. Doch nichts und niemand vermag die Philosophie Gottes von Liebe zu besiegen; es sind Scheinsiege, die sich unseren Augen bieten. In Wahrheit wird das Licht immer stärker als Dunkelheit sein und selbst der kleinste Lichtstrahl durchbricht die Finsternis. Wir dürfen der sichtbaren und unsichtbaren Geschwisterschaft der Gutwollenden, der um Nächstenliebe Bemühten, dieser unschlagbaren weil gesegneten Kraft angehören und wissen:

Die Weisheit dieser Welt ist Torheit in den Augen Gottes. Es steht ja in der Schrift: "Er fängt die sogenannten 'Klugen' im Netze ihrer 'Schlauheit'." Und an anderer Stelle heißt es: "Der Herr kennt die. Gedanken den. sogenannten 'Weisen' und weiß, dass sie töricht sind. Daher mache Niemand Rühmens von Menschen." 1. Kor. 3:19,20

Der freie Wille des Menschen - von Gott garantiert, ermöglicht auch die Abschottung und Egoismen. Doch solches Gebaren treibt in die Einsamkeit. Kein Gewinn dieser Welt lohnt auch nur eine Seelenträne. Beten wir demnach für die Lernwürdigen, denn sie haben Mitleid verdient. Uns über sie zu stellen, steht uns nicht zu, vielmehr setzen wir das Vertrauen in die Regelwerke der Allmacht, und auf die ist Verlass! Durch dunkle Gemüter, durch Länder die sich zu Festungen machen und abwehren, was unangenehm ist, durch all dies führt ein Weg hinaus der dann beleuchtet und zu erkennen ist, wenn die Kennung laut wird: "Liebe Gott über allem und den Nächsten wie dich selbst!"